„Wir setzen 2026 ein 130 Millionen starkes Investitionsprogramm für sichere und verlässliche Straßen um. Wir reden nicht über Mobilität, wir machen sie möglich“, sagt Niederösterreichs Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer bei der heutigen Präsentation des NÖ Straßenbauprogrammes 2026 in der Straßenmeisterei Pottenbrunn. „Mobilität ist keine Glaubensfrage, sondern ein Standortfaktor und die Grundlage dafür, dass Leistung erbracht wird und Lebensqualität gesichert ist“, betont Landbauer. Investiert wird dort, „wo die Niederösterreicher täglich unterwegs sind: auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Das ist ein Programm für unsere Familien und die heimische Bauwirtschaft.“
Die heutige Presskonferenz fand nicht zufällig in der Straßenmeisterei Pottenbrunn statt. „Hier sind jene Mitarbeiter des NÖ Straßendienstes zu Hause, die nach den massiven Hangrutschungen infolge der Starkregenereignisse im September 2024 den Goassteig wiederhergestellt haben“, so Landbauer. Das technisch anspruchsvolle Projekt wurde mit 4,1 Millionen Euro aus dem Straßenbudget umgesetzt und früher als geplant abgeschlossen. „Hinter jedem Wiederaufbau stehen Menschen, die tagtäglich anpacken und hervorragende Arbeit leisten. Wenn es dann vereinzelt ortsansässige Politiker gibt, die behaupten, alles gehe zu langsam, dann lasse ich das nicht stehen. Ich stelle mich schützend vor unsere Arbeiter und sage klar: Danke für euren Einsatz und eure Professionalität“, so Landbauer.
Niederösterreichs Straßenbaudirektor Dipl.-Ing. Josef Decker sprach von einer „starken politischen Willenserklärung“, die das Straßenbauprogramm 2026 abbildet. „Die Netzinstandhaltung ist ein wichtiger Faktor. Hier müssen wir dranbleiben und kontinuierlich sanieren“, so Decker, der versicherte, dass der NÖ Straßendienst für den weiteren Wintereinsatz in diesem Jahr bestens gerüstet ist. Als einen Schwerpunkt nannte er Mauersanierungen entlang einer Vielzahl von Landesstraßen, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten.
Hochwasserschäden 2024 fast vollständig abgearbeitet
Die Bewältigung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2024 ist mittlerweile zu 98 Prozent abgeschlossen. Insgesamt wurden 377 Baulose mit 750 Einzelmaßnahmen bei Gesamtbaukosten von rund 26 Millionen Euro umgesetzt. Im Jahr 2026 folgen noch 14 Abschlussbaulose mit einem Volumen von rund 1,7 Millionen Euro. „Der Wiederaufbau ist neben dem laufenden Betrieb und der Umsetzung des regulären Straßenbauprogrammes erledigt worden. Das ist ein klarer Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit des Niederösterreichischen Straßendienstes“, betont Landbauer.
Das NÖ Straßenbauprogramm 2026
Mit dem Straßenbauprogramm 2026 werden
• 500 Kilometer Landesstraßen,
• mit 480 Bauvorhaben,
• in 300 Gemeinden,
• in allen vier Vierteln Niederösterreichs erneuert, saniert oder ausgebaut.
„Das ist ein flächendeckendes Bekenntnis zur Mobilität in unserem Heimatbundesland, insbesondere auch zum motorisierten Individualverkehr“, so Landbauer.
Vier Schwerpunkte für 2026
1. Der Mensch im Mittelpunkt
Investiert wird dort, wo Familien, Pendler und Einsatzkräfte täglich unterwegs sind. Gerade im ländlichen Raum ist die Landesstraße die Lebensader einer Gemeinde. „Die Straße ist nicht nur Verkehrsträger, sondern auch Wegbereiter für Rettung, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Wer hier investiert, investiert direkt in Sicherheit und Lebensqualität“, betont Landbauer.
2. Sicherheit und Erhaltung statt Verfall
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der rechtzeitigen Sanierung der bestehenden Infrastruktur. „Wir sanieren, bevor Schäden zur Gefahr werden. Bei uns gibt es keine ideologischen Projekte wie Regenbogen-Zebrastreifen. Wir investieren in Sicherheit, Funktionalität und Infrastruktur, die den Menschen im Alltag wirklich hilft. Kurz gesagt: Wir bauen Straßen und keine Symbole“, stellte Landbauer klar.
3. Entlastung von Gemeinden und Ortsdurchfahrten
Großprojekte wie der Ringschluss Wiener Neustadt im Industrieviertel (42,9 Millionen Euro, Verkehrsfreigabe Ende 2027) sowie die Umfahrung Großglobnitz–Kleinpoppen im Waldviertel stehen exemplarisch für diesen Kurs. Der nördliche Abschnitt der B36-Umfahrung ist bereits eröffnet, die Gesamtverkehrsfreigabe ist für Herbst 2027 geplant. „Diese Projekte entlasten unsere Familien vor Ort, erhöhen die Verkehrssicherheit und stärken ganze Regionen“, so Landbauer.
4. Regionale Wertschöpfung und Standortpolitik
Das Straßenbauprogramm ist zugleich ein starkes Konjunkturprogramm für Niederösterreich. 2025 wurden Leistungen in der Höhe von 150,6 Millionen Euro vergeben, davon 33 Prozent – rund 49,6 Millionen Euro – an 1.207 kleine und mittlere Unternehmen. Insgesamt umfasste das Bauprogramm 560 Straßenbaulose mit Aufträgen an 1.230 Unternehmen. „Damit sichern wir Arbeitsplätze, stärken regionale Betriebe und halten die Wertschöpfung im Land. Der NÖ Straßendienst ist ein starker Partner für unsere Familien und die heimische, regionale Bauwirtschaft“, sagt Landbauer.
Klarer Kurs für Niederösterreich
„Das Straßenbauprogramm 2026 steht für Sicherheit statt Symbolpolitik, Alltagstauglichkeit statt Ideologie und Verlässlichkeit für ganz Niederösterreich. Wir investieren nicht in Prestige, sondern in das tägliche Leben der Menschen und genau das erwarten sich die Niederösterreicher von uns.“